Ratgeber · Praxis

Landingpage erstellen: Aufbau, Formular und Pflichten

Wie eine einzelne Seite aussieht, die Anfragen bringt — und was vor dem Veröffentlichen darauf stehen muss

Von Benno · Aktualisiert am 17.08.2026

Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit genau einem Ziel: Der Besucher soll eine Sache tun — anfragen, buchen, sich eintragen. Sie hat deshalb keine Navigation, kein Blog, keine Ablenkung. Sechs Bausteine genügen: Versprechen, Beleg, Angebot, Formular, Kontakt und die Pflichtangaben. Der letzte Punkt entscheidet darüber, ob die Seite überhaupt online gehen darf.

Gebaut ist so eine Seite heute in einer halben Stunde — die Baukästen versprechen das zu Recht. Was in ihren Anleitungen fast durchgängig fehlt: Eine Landingpage ist keine Grafik, sondern eine veröffentlichte Website mit einem Formular darauf. Damit gelten dieselben Pflichten wie für deinen Internetauftritt, plus die Regeln für das Einsammeln von Kontaktdaten. Dieser Ratgeber behandelt beides — den Aufbau, der Anfragen bringt, und die Angaben, ohne die es teuer werden kann.

Handwerksmeisterin betrachtet am Monitor den Aufbau einer Landingpage mit Anfrageformular, daneben eine Skizze auf dem Notizblock
Mit KI erstelltes Bild.

Landingpage oder Website — was ist der Unterschied?

Deine Website erklärt dein ganzes Unternehmen: Leistungen, Team, Anfahrt, Kontakt. Sie darf ausschweifen, weil sie viele verschiedene Fragen beantworten muss. Eine Landingpage macht das Gegenteil. Sie gehört zu einer Werbeaktion, spricht eine Zielgruppe an und bietet eine Handlung an.

Der Grund für diesen Zuschnitt ist unspektakulär: Wer über eine Anzeige zu dir kommt, hat eine konkrete Erwartung im Kopf, die zwei Sekunden vorher in der Anzeige geweckt wurde. Findet er auf der Zielseite die Startseite mit fünfzehn Menüpunkten, muss er erst suchen — und die meisten suchen nicht, sie gehen zurück. Deshalb hat eine Landingpage keine Navigation. Das ist kein Designgeschmack, sondern der ganze Zweck der Übung.

Daraus folgt auch, wann sich eine lohnt: bei einer bezahlten Anzeige, einer Aktion mit Frist, einem einzelnen Angebot oder einem Download, für den du eine E-Mail-Adresse möchtest. Für das allgemeine „Wir stellen uns vor" ist deine Website der richtige Ort. Wo eine Aktionsseite im Gesamtbild steht, ordnet der Überblick KI im Marketing ein.

Die sechs Bausteine — in dieser Reihenfolge

Von oben nach unten gelesen beantwortet die Seite die Fragen in der Reihenfolge, in der sie im Kopf des Besuchers auftauchen.

1. Das Versprechen

Eine Überschrift, die in einem Satz sagt, was der Besucher davon hat — und die dieselben Worte benutzt wie die Anzeige, über die er gekommen ist.

2. Der Beleg

Warum sollte er dir glauben? Echte Bewertungen, Zahl der abgeschlossenen Aufträge, Jahre am Ort, Zertifikate. Konkret schlägt Superlativ.

3. Das Angebot

Was genau bekommt er, was kostet es, wie lange dauert es. Offene Preisfragen sind der häufigste Grund für einen Abbruch kurz vor dem Formular.

4. Das Formular

So kurz wie möglich, direkt sichtbar ohne Scrollen und ein zweites Mal weiter unten. Jedes Feld, das du streichst, kostet dich weniger Anfragen.

5. Der Rückweg

Telefonnummer und E-Mail sichtbar, nicht nur das Formular. Ein Teil deiner Kundschaft ruft lieber an — vor allem am Telefon-affinen älteren Ende.

6. Die Pflichtangaben

Impressum und Datenschutzhinweis, beide von der Seite aus erreichbar. Ohne sie geht die Seite nicht online — dazu weiter unten mehr.

6,6 %

So hoch liegt die mittlere Umwandlungsrate von Landingpages über alle Branchen hinweg — ausgewertet über mehr als 41.000 Landingpages, 464 Millionen Besucher und 57 Millionen Abschlüsse. Der Median statt des Durchschnitts, damit einzelne Ausreißer das Bild nicht verzerren. Übersetzt heißt das: Von hundert Besuchern trägt sich rund einer von fünfzehn ein — wer mit mehr rechnet, plant sein Werbebudget zu knapp.

Quelle: Unbounce, Conversion Benchmark Report (41.000+ Landingpages)

Das Formular entscheidet, nicht das Design

An der Gestaltung wird am längsten gefeilt und am wenigsten gewonnen. Die Stelle, an der eine Landingpage tatsächlich Anfragen verliert, ist das Formular — und zwar an jedem einzelnen Feld. Jede Angabe, die du abfragst, ist eine kleine Hürde, und der Besucher entscheidet nicht bewusst, sondern hört einfach auf.

Die brauchbare Faustregel lautet deshalb: Frage nur ab, was du für den nächsten Schritt brauchst, nicht, was du irgendwann gern wüsstest. Für einen Rückruf reichen Name und Telefonnummer. Branche, Mitarbeiterzahl und Wunschtermin kannst du im Gespräch klären — dort kostet die Frage nichts.

Der zweite häufige Fehler steckt im Knopf darunter. „Absenden" beschreibt, was die Technik tut. „Rückruf anfordern" oder „Termin sichern" beschreibt, was der Besucher bekommt — und genau darüber entscheidet er gerade. Wie du solche Formulierungen findest, ohne lange zu grübeln, steht im Ratgeber zu Texten mit KI.

Die vier Fehler, die am meisten kosten

  • Die Seite verspricht etwas anderes als die Anzeige: Wer auf „Dachrinne reinigen ab 89 €" klickt und dann eine allgemeine Seite über Dachdeckerarbeiten sieht, ist weg. Überschrift und Anzeigentext sollten dieselben Worte tragen.
  • Das Formular fragt zu viel: Sieben Pflichtfelder für eine unverbindliche Anfrage sind keine Qualifizierung, sondern eine Hürde. Kürze auf das, was für den Rückruf nötig ist.
  • Der Preis fehlt komplett: Wenn du keinen Festpreis nennen kannst, nenne eine Spanne oder ein Rechenbeispiel. „Preis auf Anfrage" liest sich für viele als „wird teuer".
  • Niemand meldet sich zurück: Der teuerste Fehler passiert nach dem Klick. Eine Anfrage, die zwei Tage im Postfach liegt, ist meistens schon anderweitig vergeben — lege vorher fest, wer sie wann beantwortet.
Unternehmer liest am Laptop eine über das Formular seiner Landingpage eingegangene Kundenanfrage
Mit KI erstelltes Bild.

Der Teil, den die Baukästen weglassen

Fast alle Anleitungen enden beim Knopf „Veröffentlichen". Dabei beginnt genau dort der Teil, der Geld kosten kann. Sobald die Seite erreichbar ist, ist sie ein geschäftlich genutzter digitaler Dienst — mit denselben Pflichten wie deine Website. Dass sie nur aus einem Bildschirm besteht und drei Wochen lang läuft, ändert daran nichts.

Die erste Pflicht ist das Impressum. Es muss nicht nur vorhanden, sondern von der Landingpage aus leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sein — ein Link im Fußbereich genügt, ein Impressum, das nur auf der Hauptwebsite liegt und von hier nicht verlinkt ist, genügt nicht.

§ 5 DDG

„Diensteanbieter haben für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste folgende Informationen, die leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sein müssen, ständig verfügbar zu halten" — es folgen Name und Anschrift, bei Gesellschaften zusätzlich Rechtsform und Vertretungsberechtigter, sowie ein Weg zur schnellen elektronischen Kontaktaufnahme.

Quelle: § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG), Gesetze im Internet

Die zweite Pflicht hängt am Formular. In dem Moment, in dem jemand seinen Namen einträgt, erhebst du personenbezogene Daten — und Art. 13 Abs. 1 DSGVO verlangt die Aufklärung darüber zum Zeitpunkt der Erhebung, nicht irgendwann später: „Werden personenbezogene Daten bei der betroffenen Person erhoben, so teilt der Verantwortliche der betroffenen Person zum Zeitpunkt der Erhebung dieser Daten Folgendes mit". Praktisch heißt das: ein erreichbarer Datenschutzhinweis direkt am Formular, der sagt, wer die Daten bekommt und wofür.

Und drittens der Punkt, der am häufigsten übersehen wird, weil er erst nach der Anfrage greift: Eine Kontaktanfrage darfst du beantworten — das ist der Zweck, für den sie abgeschickt wurde. Sie ist aber keine Erlaubnis, die Adresse anschließend in den Newsletter zu übernehmen. Für werbliche E-Mails braucht es nach § 7 Abs. 2 UWG eine eigene, ausdrückliche Einwilligung, in der Praxis über ein zusätzliches Häkchen und eine Bestätigungsmail. Wer beides vermischt, baut sich die Abmahnung in die eigene Kontaktliste ein.

Der Vollständigkeit halber: Bindest du auf der Seite ein Werbe-Pixel oder ein Analysewerkzeug ein, kommt die Einwilligung nach § 25 TDDDG hinzu — dann brauchst du einen Zustimmungsdialog, der wirklich blockiert, bis geklickt wurde. Ohne solche Dienste bleibt die Seite banner- und einwilligungsfrei, was der einfachere Weg ist.

Vor dem Veröffentlichen — sechs Punkte

Diese Liste kostet zehn Minuten und deckt die Fehler ab, die bei einer Landingpage regelmäßig teuer werden. Sie ersetzt keine Rechtsberatung, sorgt aber dafür, dass die Prüfung überhaupt stattfindet.

  • Impressum von dieser Seite aus verlinkt — nicht nur auf der Hauptwebsite vorhanden
  • Datenschutzhinweis direkt am Formular erreichbar, mit Zweck und Empfänger der Daten
  • Getrenntes Häkchen für den Newsletter, wenn du die Adresse später bewerben willst
  • Zustimmungsdialog, falls Pixel oder Analysewerkzeuge eingebunden sind
  • Preisangaben, Fristen und Verfügbarkeiten stimmen am Tag der Veröffentlichung
  • Festgelegt, wer eingehende Anfragen wann beantwortet

In regulierten Branchen kommen eigene Werberegeln hinzu — im Gesundheitswesen etwa das Heilmittelwerbegesetz, in beratenden Berufen die jeweilige Berufsordnung.

Wo die Seite lebt — und wohin die Anfrage geht

Zwei Fragen bleiben nach dem Bauen offen, und keine Baukasten-Anleitung beantwortet sie. Die erste: Unter welcher Adresse läuft die Seite? Eine Aktionsseite gehört nicht auf deine Hauptdomain, wenn sie nach vier Wochen wieder verschwinden soll — sonst sammelt deine Website tote Unterseiten an. Eine eigene Adresse für Aktionsseiten hält beides sauber getrennt.

Die zweite: Was passiert mit der Anfrage? Eine Landingpage, deren Formular in ein E-Mail-Postfach schreibt, verliert früher oder später eine Anfrage. Sinnvoll ist, dass jede Anfrage als Kontakt mit Status landet — offen, angerufen, gewonnen —, damit du siehst, was aus der Aktion geworden ist. Wie sich daraus eine wiederkehrende Strecke bauen lässt, steht im Ratgeber zur Marketing-Automatisierung.

Beides nimmt dir das KI Marketing Studio ab: Der Funnel-Baustein im Kampagnensystem erzeugt die Seite samt Texten und Bildern in deinem Markenstil, veröffentlicht sie unter einer eigenen Aktionsadresse und legt jede eingegangene Anfrage direkt als Kontakt an. Veröffentlichen lässt sich eine Seite erst, wenn Impressum und Datenschutz-Adresse hinterlegt sind — und geprüft wird der Text vorher auf typische Verstöße gegen die Werberegeln deiner Branche. Das ist Unterstützung, kein Ersatz für rechtlichen Rat; die Freigabe bleibt bei dir.

Häufige Fragen zu Landingpage erstellen: Aufbau, Formular und Pflichten

Was gehört auf eine Landingpage?+

Sechs Bausteine: ein Versprechen als Überschrift, ein Beleg (Bewertungen, Zahlen, Referenzen), das konkrete Angebot mit Preis oder Preisspanne, ein kurzes Formular, ein sichtbarer Rückweg per Telefon und E-Mail sowie die Pflichtangaben. Bewusst nicht dazu gehören eine Navigation und Verweise auf andere Themen — jede zusätzliche Abzweigung kostet Anfragen.

Wie lang sollte eine Landingpage sein?+

So lang, wie es dauert, die Fragen zu beantworten, die vor der Entscheidung stehen. Bei einem einfachen Rückruf-Angebot reicht ein Bildschirm. Bei einer erklärungsbedürftigen oder teureren Leistung darf die Seite deutlich länger werden — dann gehört das Formular mehrfach hinein, damit niemand zurückscrollen muss.

Braucht eine Landingpage ein Impressum?+

Ja. Sobald die Seite geschäftlich genutzt und öffentlich erreichbar ist, greift die Informationspflicht nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz — die Angaben müssen leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sein. Ein Impressum, das nur auf der Hauptwebsite liegt und von der Landingpage aus nicht verlinkt ist, erfüllt das nicht.

Darf ich Kontaktdaten aus dem Formular für meinen Newsletter nutzen?+

Nicht ohne eine eigene Einwilligung. Eine Kontaktanfrage darfst du beantworten, weil genau dafür sie abgeschickt wurde. Werbliche E-Mails setzen nach § 7 Abs. 2 UWG eine ausdrückliche Zustimmung voraus, die üblicherweise über ein getrenntes Häkchen und eine Bestätigungsmail eingeholt wird. Beides zu vermischen ist einer der häufigsten Abmahngründe.

Was ist eine gute Conversion Rate für eine Landingpage?+

Über alle Branchen hinweg liegt der Median laut Unbounce bei 6,6 Prozent — von hundert Besuchern trägt sich also rund einer von fünfzehn ein. Die Spanne zwischen Branchen ist groß, deshalb ist der aussagekräftigere Vergleich nicht der Benchmark, sondern deine eigene Seite vor und nach einer Änderung.

Landingpage oder normale Website — was brauche ich?+

Beides, für verschiedene Zwecke. Die Website ist die dauerhafte Adresse deines Unternehmens und beantwortet viele Fragen. Eine Landingpage gehört zu einer einzelnen Aktion, hat ein Ziel und verschwindet danach wieder. Wenn du Anzeigen schaltest, ist die eigene Zielseite fast immer die bessere Landestelle als die Startseite.

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Aktionsseite, Formular und Kontaktliste in einem Zug

Das KI Marketing Studio baut die Landingpage samt Texten und Bildern in deinem Markenstil, veröffentlicht sie unter einer eigenen Aktionsadresse und legt jede Anfrage direkt als Kontakt mit Status an. Vor dem Veröffentlichen sind Impressum und Datenschutz-Adresse Pflicht — versendet wird von uns nichts.

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